☢️ Strahlungs-Monitor

Ortsdosisleistung (ODL) in Deutschland • 1.800+ Messstellen • BFS + Safecast

🆓 100% Kostenlos — Daten: Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) + Safecast

📊 Normalwerte

In Deutschland liegt die natürliche Ortsdosisleistung (ODL) typischerweise zwischen 0,05 und 0,3 µSv/h. Schwankungen sind normal und hängen vom geologischen Untergrund ab. Werte über 1,0 µSv/h sollten gemeldet werden.

📡 Quellen

BFS ODL-Info

1.800+ Messstellen in Deutschland

Safecast

Weltweites Bürger-Strahlungsnetzwerk

EURDEP

Europäisches Strahlungs-Frühwarnsystem

IAEA

Internationale Atomenergiebehörde

Was ist die Ortsdosisleistung (ODL)?

Die Ortsdosisleistung (ODL) misst die Gammastrahlung in der Umgebung und ist der Standardindikator für die radioaktive Belastung an einem bestimmten Ort. Sie wird in Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) angegeben. In Deutschland betreibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) über 1.800 Messstationen, die kontinuierlich die ODL erfassen und in Echtzeit bereitstellen.

Natürliche Strahlung entsteht durch radioaktive Elemente im Erdreich (z. B. Uran, Thorium, Kalium-40) und durch kosmische Höhenstrahlung. Der geologische Untergrund bestimmt die Hintergrundstrahlung — in Regionen mit granithaltigem Gestein wie dem Schwarzwald oder dem Bayerischen Wald sind höhere Werte normal. Diese Schwankungen sind völlig natürlich und stellen keine Gesundheitsgefährdung dar.

📊 Strahlungswerte verstehen

0,05–0,18 µSv/h — Normalbereich für die meisten Regionen Deutschlands. Keine Maßnahmen erforderlich.
0,18–0,30 µSv/h — Erhöhter Normalwert, typisch für Regionen mit granithaltigem Untergrund. Unbedenklich.
0,30–1,00 µSv/h — Deutlich erhöht. Kann auf örtliche Besonderheiten hinweisen. Beobachtung empfohlen.
Über 1,00 µSv/h — Auffälliger Wert. Sollte den Behörden gemeldet werden. Das BFS untersucht systematische Erhöhungen.

📡 Unsere Datenquellen im Detail

EURDEP (European Radiological Data Exchange Platform): Das europäische Strahlungs-Frühwarnsystem sammelt Messdaten aus 39 Ländern nahezu in Echtzeit. Im Ernstfall löst es automatisch Alarm aus und informiert alle Mitgliedsstaaten.

BFS (Bundesamt für Strahlenschutz): Betreibt das deutsche ODL-Messnetz mit über 1.800 Stationen. Die Daten werden im 10-Minuten-Takt erfasst und sind über odlinfo.bfs.de öffentlich zugänglich.

Safecast: Ein globales Bürgerwissenschafts-Projekt, das nach der Fukushima-Katastrophe 2011 gegründet wurde. Tausende Freiwillige messen weltweit Strahlungswerte mit mobilen Geräten und tragen sie in eine offene Datenbank ein.

IAEA (Internationale Atomenergiebehörde): Koordiniert das internationale System zur Erfassung von Radioaktivität und veröffentlicht Warnungen bei nuklearen Vorfällen weltweit.

🛡️ Tipps zum Strahlenschutz

1. Informieren statt Paniken: Die meisten erhöhten Werte haben natürliche Ursachen. Vergleichen Sie mit historischen Daten Ihrer Region.
2. Offizielle Quellen nutzen: Verlassen Sie sich auf Daten vom BFS, EURDEP oder der IAEA — nicht auf Gerüchte in sozialen Medien.
3. Beim Reisen: In Flugzeugen ist die Strahlenbelastung höher (ca. 2–5 µSv/h in Flughöhe). Das ist normal und bei gelegentlichem Fliegen unbedenklich.
4. Jodtabletten: Diese sollten nur auf Anweisung der Behörden eingenommen werden. Eine prophylaktische Einnahme ohne akuten Notfall kann gesundheitsschädlich sein.
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